himmel

und hölle

beginnen wir mit einem Zitat.

Weil das ja immer den Anschein vermittelt ultra klug und belesen zu sein.

Vor allem wenns dann auch noch von einem berühmten Denker war und nicht nur vom Pferdeflüsterer.

„Kein Baum, so sagt man, kann in den Himmel wachsen, wenn seine Wurzeln nicht bis in die Hölle reichen.“

Carl Jung

Wird direkt belesener und weiser oder?

Perfekt.

Also warum dieses Zitat und warum spreche ich von Himmel und Hölle?

Weil auch wenn es genug gibt, die es gerne so wollen, ja auch du (und ich):

Das Leben ist nicht

  1. nur Ponyhof

  2. Luft

  3. & Liebe

Der Buddha hat schon gesagt: “Leben ist Leid.”

(Noch ein Zitat, hui!)

Tatsächlich wette ich, dass es dir ziemlich schnell furchtbar langweilig werden würden, wenn alles nur easy peasy lemon squeezy wäre.

Was haben Wut, Hass, Freude, Trauer, Glück, Scham, Extase, Mut gemeinsam?

Alles Emotionen.

Alles. Emotionen.

Und das einzige was das eine vom anderen unterscheidet ist:

Dass WIR es unterscheiden.

Die Wertung ist nicht real, sondern von uns.

Alles. Emotionen.

Keine besser oder schlechter als die andere.

Der Körper kennt da gar keinen Unterschied :)

Wir denken das nur.

Hey, ich verstehe das schon, diese Mistviecher fühlen sich “nicht gut” an.

Deswegen bloß schnell spüren und dann schnell wieder zu den positiven Emotionen.

Oder halt auch nicht.

Oder doch.

Wie du willst.

Die Frage ist,

ist es ein:

bloß weg von mir. Schnell überwinden.

Oder ein

ist halt da. Ist okay

Ist der einziger Grund, warum du deine Emotionen zulässt und spürst, damit du diese schnell loswirst, dann hast du das Game nicht verstanden. Ist okay :)

Weil:

  1. Wenn du gegen etwas ankämpfst, dann wehrt es sich. Selbst wenn du es ja “akzeptierst”.

  2. Wenn du Negatives “abschneidest” oder anders behandelst, dann passiert selbiges mit deinen positiven. Weil das ja eh nur Konstrukte sind. → Für den Körper sind beides nur Emotionen.

  3. In den Tiefen deiner Selbst, durch das Tor deiner Gedanken und Emotionen, dort findet das wahre Ankommen statt.

Zwischenfazit: Wenn du als gefühlloser Block durchs Leben gehen willst, kannst du Emotionen getrost ignorieren und immer so schnell schnell es geht loswerden.

Auch wenn sich das nicht so liest, das ist wertungsfrei. Wenn das dein Weg ist. Go for it. Wer bin ich darüber zu richten.

Das als gut oder schlecht zu bezeichnen wäre genauso wie Emotionen in positiv oder negativ einzuteilen. Unwahr.

Jede Emotion kann dir etwas beibringen. Jede Emotion ist ein Tor in deine Welt.

Und wenn du nicht bereit bist in die Hölle zu schauen, dann wirst du auch nicht den Himmel sehen.

Btw: Ein Blick in den “Himmel” kann schmerzhafter sein, als ein Blick in die Hölle.


Wenn du auf dem spirituellen und persönlichen Weg vorankommen willst, dann bedarf es Hinsehen.

Auch in die Hölle. Auch in die Augen deiner Dämonen. In die Augen des bösen Wolfs.

Es bedarf Konfrontation.

Wenn es soweit ist und du bereit bist, wirst du es spüren. Und dann, wirst du es tun.

Herz nicht Verstand.

Und wirst dir das zur Hilfe holen, was du brauchst, um das zu tun.

Vielleicht hast du bislang einfach noch nicht genau hingeguckt. (Die Chancen stehen gut)

Also, du kannst hier in den Spiegel schauen:

Und ja, wenn du etwas Angst davor hast, dann ist das genau der Anteil in dir, der nicht gesehen werden will.

Vielleicht ist der Schmerz nicht hinzugucken und dich weiter unbewusst von deiner Hölle bestimmen zu lassen größer, als die Angst hinzugucken.

Vielleicht ist es auch heute nicht soweit.

Das liegt bei dir.

Vielleicht ist es auch nie soweit.

Auch okay.

Wenn du dich aber nicht mehr damit zufrieden gibts. Du weißt, wo du mich findest.

Lass knacken!

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