suchen zu sein

wie die jagd, das wild davontreibt

"Du bist nur ein Jünger, weil deine Augen geschlossen sind. An dem Tag, an dem du sie öffnest, wirst du sehen, dass es nichts gibt, was du von mir oder irgendjemandem lernen kannst."

"Wozu ist dann ein Meister da?"

"Um dir zu zeigen, dass es sinnlos ist, einen zu haben."

Anthony de Mello

Das war das einzige bedeutungsvolle.

Das Wichtigste, dass ich gelernt habe.

In der ganzen Zeit der Persönlichkeitsentwicklung.

In der spirituellen Szene.

Ich war auf der Jagd,

ohne mir dessen bewusst zu sein.

Hab mir Ideale geschaffen und mich Ideologien hingegeben,

ohne mir dessen bewusst zu sein.

Der Schwamm.

Sponge Bob Reaction GIF

Du kennst die Jagd, nicht wahr?

Nach mehr.

Mehr Freude, mehr erleben, mehr Geld, mehr Erfüllung, weniger Schmerz, weniger Sorgen, mehr Ruhe, mehr Muskeln, mehr Energie, …

Es ist so:

Was du nachjagst, rennt vor dir weg.

Wenn du versuchst zu schlafen, bleibst du wach;

wenn du versuchst glücklich zu sein, wirst du unglücklich;

wenn du versuchst dich zu verändern, wirst du dich dauerhaft unzulänglich fühlen und kaum bis keine Fortschritte machen.

Was du festhältst, will sich aus deinen Fängen winden.

Und wenn du jetzt denkst, “ah, ich muss also aufhören nach Glück zu suchen, um glücklich zu sein.”

das habe ich nicht gesagt.

Dein Verstand hat daraus sofort eine neue Methode gemacht 😊 
(Ja, der Verstand ist zerstörerisch, und reißt dich immer aus dem Jetzt.)

Tatsächlich braucht es kein Tun von deiner Seite. Kein Tun des Verstandes.

Kein, “gut, dann höre ich jetzt auf zu suchen und dann bin ich glücklich”

(Enthüllung: Dann bist du immer noch auf der Suche, wenn du denkst, dass du das tun musst, um glücklich zu sein.)

Buddha ist nicht durch seine Lehren oder die eines Meisters zum Buddha geworden.

Eckardt Tolle ist nicht durch “Im Moment sein”-Methoden eines Lehrers zur Erleuchtung gekommen.

Jesus braucht kein Meister um Jesus zu sein.

Der Buddhismus erschafft Buddhisten, nicht Buddhas.

Das Christentum erschafft Christen, nicht Christusse.

Das einzige was du vielleicht “tun” kannst, ist mit dem Widerstand aufhören.

Widerstand gegen das was ist.

Das heißt nicht, alles als Friede, Freude, Eierkuchen anzusehen.
Ganz im Gegenteil.

Lediglich dem Verstand die Illusion der Kontrolle zu nehmen.

Denn das ist es am Ende. Eine Illusion von Kontrolle.

Das sind auch Lehrer oder Meister. Sie geben dir das Gefühl, dass du irgendetwas “tun” kannst um voranzukommen. Halten deine Illusion aufrecht.

Dass du irgendetwas im Außen lernen kannst.

"Wozu ist dann ein Meister da?"

"Um dir zu zeigen, dass es sinnlos ist, einen zu haben."

Anthony de Mello

Deine Ideen zu hinterfragen, dir einen Spiegel vorzuhalten, dir zu zeigen, wie es wirklich ist.

Welche Ideen, Ideologien, Identitäten, Definitionen, Glauben du mit dir rumschleppst. Wie deine Situation “wirklich” ist.

Wenn ein Mensch vom Arzt eine schwere Ansage bekommt, “wenn sie weiterrauchen verlieren sie in 8 Wochen ihr Bein” oder sowas.

Dann geht es plötzlich mit dem Aufhören vom Rauchen.

Hat sich irgendetwas durch die Diagnose an ihrer Situation verändert?

Nein,

der Arzt hat lediglich gezeigt wie die Situation ist.

Durch dieses Sehen, kam dann der intrinsische Wille etwas zu verändern.

Dann war der Schmerz des Status Quo damit der Hass auf ihn so groß, dass Veränderung keine Anstrengung mehr Bedarf.

Sie passiert einfach.

Vielleicht ist dein Bein bereits am sterben und du siehst es nur nicht. Und du gehst zur Massage, um die “Verspannungen” loszuwerden und die Durchblutung zu verbessern.

Vielleicht brennt das Haus in dem du bist und du merkst es nicht. (Sondern gehst kühl duschen, weil es so warm ist)

Vielleicht schreit etwas in dir schon die ganze Zeit, dass du am falschen Ort, mit der falschen Person, im falschen Job bist, und du meditierst um nicht mehr so gestresst zu sein, praktizierst Dankbarkeit und versuchst einfach zufrieden zu sein mit dem was du hast. (Weil man das ja so macht)

Alles Funktionen/Tun vom Verstand, der dir sagt, dass du irgendetwas Tun musst.

Sobald du merkst, dass das Haus brennt, muss dir niemand mehr sagen, was zu tun ist. Vor allem nicht dein Verstand.

Du tust es einfach.